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wiki:das_ende_der_welt

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     * ''Amilcar Guerra''\\ //First Century BC. Where Does the World End?//\\ S. 48-51 in: Carlos Fiolhais, José Eduardo Franco, José Pedro Paiva: //The Global History of Portugal: From Pre-History to the Modern World//. Brighton 2022: Sussex Academic Press.\\ Mit Verweisen auf ''Strabo'', die drei iberischen Vorgebirge (promontorium), die dort ausgeübten Kulte (phön. Melqart? → [[wiki:saeulen_des_herakles|Säulen des Melkart]]) und den Positionsangaben bei ''Ptolemäus''.     * ''Amilcar Guerra''\\ //First Century BC. Where Does the World End?//\\ S. 48-51 in: Carlos Fiolhais, José Eduardo Franco, José Pedro Paiva: //The Global History of Portugal: From Pre-History to the Modern World//. Brighton 2022: Sussex Academic Press.\\ Mit Verweisen auf ''Strabo'', die drei iberischen Vorgebirge (promontorium), die dort ausgeübten Kulte (phön. Melqart? → [[wiki:saeulen_des_herakles|Säulen des Melkart]]) und den Positionsangaben bei ''Ptolemäus''.
   - Die ältesten Ortsnamen für das Ende der Welt scheinen alle entweder in Europa zu liegen oder sind europäisch benannt und damit aus europäischer Perspektive entstanden. Ob es eine vergleichbare chinesische, afrikanische oder indianische Perspektive auch gibt? Literatur dazu war nicht zu finden.   - Die ältesten Ortsnamen für das Ende der Welt scheinen alle entweder in Europa zu liegen oder sind europäisch benannt und damit aus europäischer Perspektive entstanden. Ob es eine vergleichbare chinesische, afrikanische oder indianische Perspektive auch gibt? Literatur dazu war nicht zu finden.
-    - Kap Finisterre (lat. //finis terra//, das Ende der Erde) im Nordosten Spaniens an der galizischen Küste wurde in der Antike und im [[wiki:reisegenerationen#Der Blick zurück: Das Mittelalter als Epoche| Mittelalter]] für das westliche Ende der bewohnten Welt gehalten, galt als äußerste Grenze (la última frontera). +    - Kap Finisterre (lat. //finis terra//, das Ende der Erde) im Nordosten Spaniens an der galizischen Küste wurde in der Antike und im [[wiki:zeitleiste_reisegenerationen#Der Blick zurück: Das Mittelalter als Epoche| Mittelalter]] für das westliche Ende der bewohnten Welt gehalten, galt als äußerste Grenze (la última frontera). 
-    - Etwa ab dem Jahr 100 galt //Finis mundi// (lat. das Ende der Welt) als westlichster Punkt [[wiki:europa|Europas]], die Halbinsel //Punta de la Orchilla// auf der Kanarischen Insel El Hierro in der Gemeinde El Pinar, bis der Weg zu den Kanarischen Inseln vergessen und erst im [[wiki:reisegenerationen#14. Jahrhundert|14. Jahrhundert]] wiederentdeckt wurde. Hier wurde 1634 auch der geographische Nullmeridian festgelegt, bis dieser 1885 nach Greenwich verlegt wurde.+    - Etwa ab dem Jahr 100 galt //Finis mundi// (lat. das Ende der Welt) als westlichster Punkt [[wiki:europa|Europas]], die Halbinsel //Punta de la Orchilla// auf der Kanarischen Insel El Hierro in der Gemeinde El Pinar, bis der Weg zu den Kanarischen Inseln vergessen und erst im [[wiki:zeitleiste_reisegenerationen#14. Jahrhundert|14. Jahrhundert]] wiederentdeckt wurde. Hier wurde 1634 auch der geographische Nullmeridian festgelegt, bis dieser 1885 nach Greenwich verlegt wurde.
   - Meist wird [[wiki:welt|Welt]] gleichgesetzt mit »der uns bekannten, erlebbaren Welt«, also einem mehr oder weniger großen Raum auf der [[wiki:erde|Erde]], mit unterschiedlichen Sphären und [[wiki:grenze|Grenzen]], an deren Enden das abolute Nichts (lat. vacuum) wartet, die gähnende Leere (altgr. χάος cháos, altnord. ginungagap), ein Maelstrom ((''Edgar Allan Poe'' \\ //A Descent into the Maelström// (Eine [[wiki:fahrt|Fahrt]] in den Maelstrom)\\ Kurzgeschichte 1841 )), eine Wüste ((Das Leere Viertel, die größte Sandwüste der Erde, die الربع الخالي ar-Rubʿ al-Chali)). \\ In ''Werner Herzogs'' Film //Herz aus Glas// (1976) wollen vier Männer ans »[[wiki:das_ende_der_welt|Ende der Welt]]« gelangen, um zu sehen, ob dort wirklich ein Abgrund ist:\\ //»Ja, und dann brechen sie auf, pathetisch und sinnlos, in einem viel zu kleinen Boot.«//.\\ Von der Leere geht ein Sog aus, der als Schwindel empfunden wird, als //l'appel du vide//, //call of the void//: gezogen und getrieben von einem unterschwelligen Impuls, von den Klippen in den Abgrund zu springen, daher auch: //high place phenomenon//.   - Meist wird [[wiki:welt|Welt]] gleichgesetzt mit »der uns bekannten, erlebbaren Welt«, also einem mehr oder weniger großen Raum auf der [[wiki:erde|Erde]], mit unterschiedlichen Sphären und [[wiki:grenze|Grenzen]], an deren Enden das abolute Nichts (lat. vacuum) wartet, die gähnende Leere (altgr. χάος cháos, altnord. ginungagap), ein Maelstrom ((''Edgar Allan Poe'' \\ //A Descent into the Maelström// (Eine [[wiki:fahrt|Fahrt]] in den Maelstrom)\\ Kurzgeschichte 1841 )), eine Wüste ((Das Leere Viertel, die größte Sandwüste der Erde, die الربع الخالي ar-Rubʿ al-Chali)). \\ In ''Werner Herzogs'' Film //Herz aus Glas// (1976) wollen vier Männer ans »[[wiki:das_ende_der_welt|Ende der Welt]]« gelangen, um zu sehen, ob dort wirklich ein Abgrund ist:\\ //»Ja, und dann brechen sie auf, pathetisch und sinnlos, in einem viel zu kleinen Boot.«//.\\ Von der Leere geht ein Sog aus, der als Schwindel empfunden wird, als //l'appel du vide//, //call of the void//: gezogen und getrieben von einem unterschwelligen Impuls, von den Klippen in den Abgrund zu springen, daher auch: //high place phenomenon//.
   - Seit die Erde als Kugel betrachtet wurde und seit ihre Oberfläche vermessen ist, wird immer der am schwierigsten erreichbare Ort zum Ende der Welt. Also wirbt Neuseeland als »schönstes Ende der Welt« und damit werben auch Reiseberichte:   - Seit die Erde als Kugel betrachtet wurde und seit ihre Oberfläche vermessen ist, wird immer der am schwierigsten erreichbare Ort zum Ende der Welt. Also wirbt Neuseeland als »schönstes Ende der Welt« und damit werben auch Reiseberichte:
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     * das //Wladimir-Arsenjew-Museum// in Wladiwostok, benannt nach dem Forschungsreisenden ''Wladimir Klawdijewitsch Arsenjew'' (1872-1930), da es aus dessen Sammlungen über den Fernen Osten und Ostsibirien hervorgegangen ist.     * das //Wladimir-Arsenjew-Museum// in Wladiwostok, benannt nach dem Forschungsreisenden ''Wladimir Klawdijewitsch Arsenjew'' (1872-1930), da es aus dessen Sammlungen über den Fernen Osten und Ostsibirien hervorgegangen ist.
     * das //Sitka History Museum// in Alaska verbindet Exponate der Tlingit mit russischen Wurzeln und Einwandern aus dem Westen ab 1740.     * das //Sitka History Museum// in Alaska verbindet Exponate der Tlingit mit russischen Wurzeln und Einwandern aus dem Westen ab 1740.
-  - In Kosmologien dagegen entfernt sich das Ende der Welt von der Erfahrung und wird zum Artefakt, abgeleitet aus einem Modell, und drückt ein Nicht-Wissen aus über (lat. [[wiki:terra_incognita|Terrae incognitae]]), die zu //[[wiki:Weiße Flecken|Weißen Flecken]]// schrumpfen, bevor sie als [[wiki:niemandsland|Niemandsland]] (lat. terrae nullius) abgegrenzt werden können. In der Antike bildete sich die Vorstellung von Zonen mit bestimmten Eigenschaften (z.b. die verbrannte Zone, gemäßigte Zone, kalte Zone), die im [[wiki:reisegenerationen#Der Blick zurück: Das Mittelalter als Epoche| Mittelalter]] als Sphaeren bezeichnet wurden, dann aber auch auf Himmlische Sphaeren erweitert wurden.+  - In Kosmologien dagegen entfernt sich das Ende der Welt von der Erfahrung und wird zum Artefakt, abgeleitet aus einem Modell, und drückt ein Nicht-Wissen aus über (lat. [[wiki:terra_incognita|Terrae incognitae]]), die zu //[[wiki:Weiße Flecken|Weißen Flecken]]// schrumpfen, bevor sie als [[wiki:niemandsland|Niemandsland]] (lat. terrae nullius) abgegrenzt werden können. In der Antike bildete sich die Vorstellung von Zonen mit bestimmten Eigenschaften (z.b. die verbrannte Zone, gemäßigte Zone, kalte Zone), die im [[wiki:zeitleiste_reisegenerationen#Der Blick zurück: Das Mittelalter als Epoche| Mittelalter]] als Sphaeren bezeichnet wurden, dann aber auch auf Himmlische Sphaeren erweitert wurden.
     * ''Fritz Krafft''\\ //orbis (sphaera), circulus, via, iter, orbita//.\\ Zur terminologischen Kennzeichnung des wesentlichsten Paradigmawechsels in der Astronomie durch ''Johannes Kepler''[1571-1630].\\ Beiträge zur Astronomiegeschichte 11 (2010) 25–99 (Acta Historica Astronomiae, 43)     * ''Fritz Krafft''\\ //orbis (sphaera), circulus, via, iter, orbita//.\\ Zur terminologischen Kennzeichnung des wesentlichsten Paradigmawechsels in der Astronomie durch ''Johannes Kepler''[1571-1630].\\ Beiträge zur Astronomiegeschichte 11 (2010) 25–99 (Acta Historica Astronomiae, 43)
   - Im weitestgehenden Sinne das Ende aller [[wiki:welt|Welten]], also im christlichen Glauben der Tag des Jüngsten Gerichts und für Naturwissenschaftler der Zeitpunkt maximaler Entropie, jedenfalls der Untergang der Welt: engl. //doomsday//, altnord. //ragnarök//.   - Im weitestgehenden Sinne das Ende aller [[wiki:welt|Welten]], also im christlichen Glauben der Tag des Jüngsten Gerichts und für Naturwissenschaftler der Zeitpunkt maximaler Entropie, jedenfalls der Untergang der Welt: engl. //doomsday//, altnord. //ragnarök//.
     * ''Ewald Wassiljewitsch Iljenkow''\\ //Kosmologie des Geistes//\\ Aus dem Russischen von Isabel Jacobs. Hrsg. von Martin Küpper und Sascha Freyberg. 126 S. Berlin 2026: Matthes & Seitz.      * ''Ewald Wassiljewitsch Iljenkow''\\ //Kosmologie des Geistes//\\ Aus dem Russischen von Isabel Jacobs. Hrsg. von Martin Küpper und Sascha Freyberg. 126 S. Berlin 2026: Matthes & Seitz. 
  
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