Nutztiere
Dem in der Wildnis streifenden Menschen begegnen Wildtiere, die scheu sind und Distanz halten. Nahrungskonkurrenz führt zu meist unerwünschter Nähe und daraus resultierenden Gefahren durch Habituation.
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Gooch, P.
Feet following hooves
S. 67–81 in: Ingold, T.; Vergunst, J. L. (Hg.): Ways of Walking. Ethnography and Practice on Foot. Aldershot 2008: Ashgate
Hunde haben als einzige Säugetierart früh die Nähe des Menschen gesucht und wurden damit erfolgreicher als ihre Artverwandten: 500 Millionen Haushunde begleiten weltweit die Menschheit.
Wilde Tiere zu zähmen ist noch keine Domestikation. So ist der Asiatische Elefant nicht domestiziert, sondern es werden wilde Tiere gefangen, gezähmt und dressiert. Dagegen kann der Afrikanische Elefant nicht gezähmt werden.
Eine
Domestikation war bei manchen Arten erfolgreich. Zug-, Last- oder Reittiere erschließen Regionen, die Automobilen verschlossen bleiben. Nachstehende Tabelle gibt die Nutzung der domestizierten Tierarten für Reise- und Transportzwecke an und blendet die Tiernutzung hinsichtlich Wolle, Leder, Fleisch, Milch … aus; die Zeitangaben sind grobe Richtgrößen. Das Stockmaß der Tiere ist annähernd proportional zur Traglast. Traglasten (kg) und Tagesleistungen (Strecken) in Kilometern können stark schwanken.
Tierart | Wildform | Haustier
vor Chr. | in | Quelle | kg | km | primär | sekundär |
Hund | Wolf | 14–30.000 | Europa | Thalmann | 15 | | Wächter
Jäger | Zugtier |
Husky | | | | | 200 | 60 | Schlitten | |
Ziege | Bezoarziege | 11.000 | Zagrosberge | Naderi | | | Zugtier | Lasttier |
Schaf | armenisches Mufflon | 8.000 | Anatolien | Nikulina | | | | |
Ochse | Auerochs | 8.500 | Anatolien
Levante
Iran | Bollongino | 100 | 25 | Zugtier | Lasttier |
Esel | Afrikanischer Esel | 4.000 | Unterägypten | Kugler | 90 | 40 | Lasttier | Zugtier |
Pferd | ausgestorben* | 3.500 | Zentralasien | | 150 | 40 | Lasttier | Zugtier |
Maultier | | | | | 150 | 50 | Lasttier | |
Lama | Guanako | 3.000 | Peru | Wheeler | | | Lasttier | |
Trampeltier | ausgestorben* | 2.500 | Turkestan, Iran | | 250 | | Lasttier | Reittier |
Dromedar | ausgestorben* | 2.000 | Arabische Halbinsel | Almathen | 150 | 25 | Lasttier | Reittier |
Rentier | Karibu | 1.000 | Sibirien | | | | Lasttier | Zugtier |
* »ausgestorben« bezieht sich auf die Wildform der domestizierten Art.
Aber nicht jede Tierart lässt sich domestizieren: In Amerika gab es außer Hunden und Lamas keine domestizierten Tierarten und damit auch keine Zugtiere für Fahrzeuge. Erste Pferde kamen erst mit den Europäern im 16. Jahrhundert nach Nordamerika: die ersten 16 Pferde brachte 1519 Hernán Cortés an die Ostküste Mexikos. Genetische Analysen zeigten, dass sich die Nachkommen spanischer Pferde erst ab 1770 mit britischen Pferden mischten.
Viele vom Menschen domestizierte Tiere wurden als Last- und Zugtier für Schlitten und Wagen eingesetzt. Der Mensch (»homo portans«) als Gepäckträger wurde entlastet und damit zwar beweglicher, jedoch stärker ortsgebunden. Jede Nutzung setzte voraus:
Weiden, Wasser, Zäune oder Hecken, Ställe
Know-How als Hirte und Züchter für jede Tierart (Futter, Pflege, Krankheiten)
Seile und Pflöcke, Führungsleinen und Trensen, Zuggeschirr und Sättel usw
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Die Nutzung der Tiere entwickelte sich etwa in der Reihefolge als Milchlieferant > Haare & Wolle > Lasttier > Zugtier > Reittier, erforderte zunehmenden technischen Aufwand und führte zu sozialer Differenzierung und verstärkte die Sesshaftigkeit. Als einzige Fluchttierart wurde das Pferd domestiziert.
Übrigens: Die Gebirgsjägerbrigade der Bundeswehr unterhält das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen 230 mit Maultieren und Haflingern als Trag- und Reittieren für den militärischen Einsatz.
Plinius ((Plin. Nat. 6.28. S. 32)) beschreibt den Transport von Weihrauch
von der Arabischen Habinsel zur Mittelmeerküste (gekürzt):
Der gesammelte Weihrauch wird auf Kamelen nach Thomna [Sanaa], der Hauptstadt
der Gebaniter, gebracht. Bei Todesstrafe darf niemand vom Weg abweichen.
Von Thomna nach Gaza sind es 4.436.000 Schritte, das entspricht 65 Kamelstationen.
Zugtiere
Das älteste vom Menschen genutzte Zugtier war der Hund seit mindestens 14.000 Jahren (archäologisch gesichert), vieleicht gar seit 40.000 Jahren (genetisch möglich), ausgehend von Wölfen insbesondere im östlichen euro-asiatischen Raum 1). Dieser zog keinen Wagen, sondern dessen Vorformen, die Stangenschleife und den Schlitten. Das setzte mancherlei voraus:
die Domestikation des Hundes - sie war bereits in der Jungsteinzeit abgeschlossen
die technische Fertigkeit, Schlitten zu bauen - also Holz- und Lederbearbeitung
die Möglichkeit, Schlitten zu nutzen - also Schnee und Eis, zugefrorene Flüsse
die Notwendigkeit mobil zu sein - also als Jäger, Sammler und Nomade vor der Zeit des Ackerbaus
das Bedürfnis, Lasten zu transportieren - also Jagdbeute und Gepäck ebenso wie Besitztümer
das Bedürfnis nach Bequemlichkeit - also den Menschen als
Gepäckträger zu »entlasten«
Diese Entwicklung vollzog sich also dort, wo diese Bedingungen einander verstärkten, also zwischen dem nördlichen Mitteleuropa und den zentralasiatischen Steppen. Zughunde finden sich bis in die Neuzeit, sie zogen Schäferkarren ebenso wie Förderkarren im Bergbau (Treckhund).
»Nehmen Sie uns das Rad - und wenig wird übrig bleiben. Es verschwindet alles.
Vom Spinnrad bis zur Spinnfabrik, von der Drehbank bis zum Walzwerk,
vom Schiebkarren bis zum Eisenbahnzuge, alles ist weg.«
Ernst Mach (Physiker) 1883
in: Die Mechanik in ihrer Entwicklung historisch-kritisch dargestellt
Ein Schlitten mit *Fahrwerk bildete den ersten *Wagen. Das setzt eine kopmpliziertere Technik voraus und Landschaftsformenen, die Wagenfahrten erleichtern, etwa Heide und Steppe - keine Wälder, Berge oder Moore. Etwa zeitgleich erscheinen Wagen daher im nordwestlichen Europa, im Karpatenbecken sowie zwischen Levante und Mesopotamien; ideengeschichtlich nach der Erfindung der sich drehenden Töpferscheibe. Die ältesten *Räderspuren fand man in einem Grab in Flintbek, Schleswig-Holstein. Tonmodelle von Wagen finden sich um 3.500 vor Christus im nordwestlichen Europa und zeigen zweirädrige Wagen. Die ältesten (Hirten-)götter der indogermanischen Völker werden mit vierrädrigen Ziegenwagen gezeigt: Hermes, Merkur, Pan u.a.
Die wilde
Bezoarziege wurde vor rund 11.000 Jahren zeitgleich mehrfach im Raum zwischen
Balkan, Iran, Vorderasien domestiziert
2), in Mitteleuropa seit etwa 6.000 vor Christus. Dies erforderte den Hund als Wächter, die Hecke zum Bewahren und den Hirten, der sein Dasein als Jäger und Sammler aufzugeben bereit war.
In den Steppen zwischen Karpaten und Kaukasus sowie zwischen Levante und Mesopotamien diente der
Ochse als Zugtier für Pflug und Wagen; technische Voraussetzung war das Joch; wirtschaftlich-kulturell waren es Ackerbau und Sesshaftigkeit. Die Rinderhaltung ist in
Argissa-Magula in
Thessalien erstmals belegt, erfolgte jedoch bereits weit früher im Raum zwischen Sinai und Bagdad, im Zweistromland, dem »Fruchtbaren Halbmond«
3).
Das
Pferd wurde erst vor etwa 5.000 Jahren domestiziert, vermutlich in Ost- und Südosteuropa (Ungarn, Rumänien, Georgien)
4) und erscheint als Zugtier erst nach Erfindung des leichten zweirädrigen Streitwagens, um 2300 vor Christus in der
Levante. Solch leichte Wagen wurden erst möglich, nachdem leichtere Holz-Metall-Räder mit Speichen die schweren Holzscheibenräder ablösten.
Im Vorderen
Orient wurden
Lasten bevorzugt in Esels
karawanen transportiert, domestizierte Dromedare als Lasttiere verwendete man ab etwa 1200 v. Chr., während Ochsengespanne eher für kurze Strecken eingesetzt wurden und Pferde ab ca. 1400 v. Chr. nicht für den Transport, sondern eher militärisch genutzt wurden
5).
siehe auch
Eine Gruppe Reisender mit Vieh durchquert einen Fluß, mit Kuh; Schaf; Ochse; Reiter auf einem Pferd, Esel, Maultier. Zeichnung: 167 x 242 mm zugeschrieben: Bout, Peeter
(1658-1719) Bild
Literatur
Domestikation und Haustiere allgemein
Norbert Benecke
Archäozoologische Studien zur Entwicklung der Haustierhaltung in Mitteleuropa und Südskandinavien von den Anfängen bis zum ausgehenden Mittelalters
Walter de Gruyter 1994, 451 Seiten
Benecke, Norbert
Der Mensch und seine Haustiere. Die Geschichte einer jahrtausendealten Beziehung. Stuttgart: Theiss 1994
Benecke, Norbert
Die Domestikation der Zugtiere
In: M. Fansa/St. Burmeister (Hrsg.), Rad und Wagen. Der Ursprung einer Innovation. Wagen im Vorderen Orient und Europa. Beiheft der Archäologischen Mitteilungen aus Nordwestdeutschland 40 (Mainz 2004) 455-466
Boessneck, J.
Die Domestikation und ihre Folgen.
Zur frühen Mensch-Tier-Symbiose
Kolloquien zur Allgemeinen und Vergleichenden Archäologie 4, 5-23, München 1983
Herre, Wolf; Manfred Röhrs
Die Domestikation der einzelnen Arten
Haustiere–zoologisch gesehen. Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg, 1990. 95-126
Lefebvre des Noëttes
, Richard Joseph Édouard Charles
Force motrice animale à travers les âges.
Paris 1924: Berger-Levrault
dies.
L' Attelage [et] Le Cheval de Selle a travers les Ages.
Paris 1931: Editions A. Picard.
Martini, Simone
Civitas equitata. Eine archäologische Studie zu Equiden bei den Treverern in keltisch- römischer Zeit.
Wiesbaden 2015: Harrassowitz (=Philippika / Altertumskundliche Abhandlungen, 62).
Verwendung und Einsatz von Militärpferden und Tragtieren.
Dienstvorschrift für das Bundesheer. Wien 2016: Österreichisches Bundesheer.
Peters, Joris
Römische Tierhaltung und Tierzucht.
Eine Synthese aus archäozoologischer Untersuchung und schriftlich-bildlicher Überlieferung.
Zugl.: Habil.-Schr. Univ. München 1996. Rahden/Westf. 1998: Leidorf (=Passauer Universitätsschriften zur Archäologie, 5).
Hunde
Ziegen & Schafe
Esel
→ Mensch und Esel ab etwa 4.000 BC
Esel werden überwiegend als Zug- und Lasttiere eingesetzt, verbreitet mit Bastkörben auf beiden Seiten. Vor Hindernissen und bei unklaren Situationen bleiben sie stehen. Als Zugtier können Esel etwa ihr doppeltes Eigengewicht ziehen, als Lasttier etwa 20%.
Sachsysteme: Westernsättel, Distanz- und Wanderreitsättel, Sattelkissen (Selett), Filzunterlage, Trense mit Backenriemen und Karabinerhaken, Schweifriemen
Waltraud Kugler; Hans-Peter Grunenfelder; Elli Broxham
Donkey Breeds in Europe: Inventory, Description, Need for Action, Conservation;
Report 2007/2008 (PDF). St. Gallen, Switzerland: Monitoring Institute for Rare Breeds and Seeds in Europe.
Rinder & Ochsen
Pferde
→ Mensch und Pferd unterwegs ab dem 3. Jahrtausend BC
Das vom Pferd zu tragende Gewicht setzt sich zusammen aus dem Eigengewicht des Reiters, dem Sattel und dem Gepäck.
Pferd können auf kurzen bis mittleren Strecken etwa 20 bis 25% des Eigengewichtes tragen, bei langen Strecken weniger (15 %). Zur Packlast kommen das Sattelgewicht und daas Körpergewicht des Reiters hinzu.
Für Wanderritte wird benötigt: Packtaschen mit Spanngurten, Vorderzeug, hinterer Bauchgurt,
Sattel mit -pads, -gurtschoner, -bock, Schaffell, Wanderreithalfter mit Gebiß, Transporthalfter, -gamaschen, Longen, Zügel, Trense, Weide-, Regendecke, Deckengurt, Striegel, Bürste, Hufkratzer, -raspel, -schutz, -messer, Schleifstein, Futtertonne und Wasserkanister
Aleksandr Valentinovich Bukalov
On the problems of very early horse riding
(comments to work Markku Niskanen „The prehistoric origins of the domestic horse and horseback riding“)
Preprint 2024 15 S.
DOI
Markku Niskanen
The prehistoric origins of the domestic horse and horseback riding
Bulletins et mémoires de la Société d’Anthropologie de Paris, 35.1 (2023)
DOI
Chamberlain, Edward J.
Horse: How the Horse has Shaped Civilizations.
282 S., Oxford 2007: Signal.
Inhalt
Dannenbauer, Heinrich
Paraveredus – Pferd.
Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. ZRG, Germ.Abt., NF 71 (1954) 55–73
Aus dem lateinischen paraveredi entstanden das französische palefroi und das deutsche Pferd.
F. Hančar
Das Pferd in prähistorischer und früher historischer Zeit
Wiener Beiträge zur Kulturgeschichte und Linguistik 11, Wien 1956
Hyland, Ann
Equus. The Horse in the Roman World.
London 1990: B.T. Batsford.
Junkelmann, Marcus
Die Reiter Roms. Reise, Jagd, Triumph und Circusrennen.
Mainz am Rhein 2008: Philipp von Zabern (Kulturgeschichte der antiken Welt, 45).
Maultiere
Das Maultier (Muli, < lateinisch mulus) wird von Pferdestute und Eselhengst gezeugt, Maulesel von Eselstute und Pferdehengst.
Maultiere folgen dem Menschen gerne, können aber wie Esel störrisch sein. Maultiere und Maulesel müssen jedoch richtig erzogen werden, dann werden sie zuverlässige Trag- und Reittiere, insbesondere sind sie im Gebirge sehr trittsicher. Verglichen mit Eseln vertragen sie Nässe besser, sind größer und belastbarer. Verglichen mit Pferden werden sie älter, sind weniger anspruchsvoll beim Futter, gesundheitlich robuster und weniger temperaturempfindlich.
Kamel und Mensch unterwegs
→ Mensch & Kamel unterwegs ab etwa 2.500 BC
Kamel bezeichnet eine Gattung von Paarhufern, neben Trampeltier und Dromedar auch Vikunja, Alpaka und Lama. Äußerlich zeichnen sie sich durch lange Hälse und hohe Beine aus. Damit 'entkommen' sie der bodennahen Heißluftschicht. Das Trampeltier hat zwei, das Dromedar einen Höcker mit Fettreserven. Das Trampeltier kann die Nüstern schließen, das Dromedar kann rund acht Tage ohne Wasser überleben. In der antiken Literatur bezeichnen
Dromadarius (von griech.
δρομάς κάμηλος) den Reiter eines Reitkamels
6);
vis camelorum Lasttiere im römischen Heer
7).
P. Eitner, L. Tetsch
Das Kamel: Lastenträger und Entwicklungshelfer: Partner des Menschen
Biologie in unserer Zeit, 47.4 (2017) 265-266
DOI
Bulliet, Richard W.
The camel and the wheel.
XXIII, 327 S., New York Columbia University Press 1990 mit neuem Vorwort; EA 1975 Cambridge, Mass.: Harvard University Press
Europa
Dövener, Franziska
; Oelschlägel, Carola
; Bocherens, Hervé
Kamele im westlichen Treverergebiet.
Ein nahezu vollständig erhaltenes Dromedar aus dem vicus Mamer-Baltringen (Luxemburg).
In: Europäische Akademie Otzenhausen (Hg.)
Archäologie in der Großregion. Beiträge des internationalen Symposiums zur Archäologie in der Großregion in der Europäischen Akademie Otzenhausen vom 7. - 9. März 2014. Nonnweiler 2015: Europäische Akademie Otzenhausen (Archäologentage Otzenhausen, 1), S. 187–204.
Afrika
South American Camelids
Bonavia, D.
The South American Camelids.
Cotsen Institute of Archaeology, Monograph 64, University of California, Los Angeles 2008.
Briones, L.
, L. Núñez, V.G. Standen
Geoglifos y tráfico prehispánico de caravanas de llamas en el desierto de Atacama (norte de Chile).
Chungara Revista de Antropología Chilena 37 (2005) 195-223.
Cartajena, I.
, L. Núñez, M. Grosjean
Camelid domestication in the western slope of the Puna de Atacama, northern Chile.
Anthropozoologica 42 (2007) 155-173.
Lynch, T.F.
Camelid pastoralism and the emergence of Tiwanaku civilization in the South-Central Andes.
World Archaeology 15 (1983) 1-14.
Mengoni, G.
, H.D. Yacobaccio
The domestication of South American camelids. A view from the South-Central Andes.
In Documenting Domestication. New Genetic and Archaeological Paradigm, edited by M. Zedar, D.G. Bradley, E. Emshwiller and B.D. Smith, pp. 228-244. University of California Press, Berkeley 2006.
Jane C. Wheeler
South American camelids - past, present and future
In: Journal of Camelid Science. 5 (2012) 1–24.
Mensch und Rentier unterwegs
Das Rentier (Rangifer tarandus; Karibu) erscheint in Tundra und Taiga als Nutztier rund 1.000 BC (umstritten). Genetische Untersuchungen zeigen, dass die Sámi in Fennoskandinavien und Samojeden in Nordwestsibirien das Rentier wahrscheinlich unabhängig voneinander domestiziert haben. Seit wann Rentiere zum Reiten und als Zugtier für Schlitten eingesetzt wurden, ist offen.
Tierkraft & Fahrzeuge
Bagnall, Roger
The Camel, the Wagon and the Donkey in Later Roman Egypt.
In: The Bulletin of the American Society of Papyrologists 22.1 (1985) 1–6.
N. Boroffka
Nutzung der tierischen Kraft und Entwicklung der Anschirrung
In: M. Fansa/St. Burmeister (Hrsg.), Rad und Wagen. Der Ursprung einer Innovation. Wagen im Vorderen Orient und Europa. Beiheft der Archäologischen Mitteilungen aus Nordwestdeutschland 40 (Mainz 2004) 467-480
Bulliet, Richard
The Camel and the Wheel.
XXIII, 327 S. zahlr.Ill., Karten. New York: Columbia University Press, 1990. [=Reprint Harvard 1975]
M. A. Littauer, J. H. Crouwel, Joost Crouwel
Wheeled Vehicles and Ridden Animals in the Ancient Near East
E. J. Brill, 1979 - 185 Seiten, Travois S. 8-12
Littauer, M. A., Raulwing, P., Crouwel, J. H.
Selected writings on chariots and other early vehicles, riding and harness
2002 Leiden: Brill. xlvi, 609 S., 107 Bildtafeln
Pierre Pétrequin, et al.
Premiers chariots, premiers araires
La diffusion de la traction animale en Europe pendant les IVe et IIIe millénaires avant notre ère
CNRS Editions, Paris, 397 S., 2006
Schleiermacher, M.
Wagenbronzen und Pferdegeschirr im Römisch-Germanischen Museum Köln.
In: Kölner Jahrbuch für Vor- und Frühgeschichte 29 (1996) 205–295.
Simon, Christina
Die Rekonstruktion von römischem Zuggeschirr mit Halsjoch und Unterhalsbügel.
Die neue kummetartige Schirrung der römischen Kaiserzeit.
Ein Projekt des LVR. In: Martin Müller (Hg.)
Xantener Berichte: Grabung - Forschung - Präsentation. Mainz am Rhein: Philipp von Zabern 15 (2009) 85–128.
Güterverkehr & Transportwesen
Anton Heimes
Vom Saumpferd zur Transportindustrie.
Weg und Bedeutung des Straßengüterverkehrs in der Geschichte
Kirschbaum Verlag Boad Godesberg 1978, 320 S.
Peter Goebel
Zucker für den Esel.
Geschichte der Güterbeförderung vom Neandertal bis Hellas
Deutscher Verkehrs-Verlag Hamburg 1971
Tünde Horváth
Die Anfänge des kontinentalen Transportwesens und seine Auswirkungen auf die Bolerázer und Badener Kulturen
Archaeopress Gordon House 276 Banbury Road Oxford OX2 7ED
www.archaeopress.com, Archaeopress Open Access 2015, ISBN 978 1 78491 083 9 (e-Pdf)